Bad Wages for Household?

Die Hausarbeit outsourcen – geht das als Queerfeministin?

Fortsetzung / Neuauflage  des Workshops  von 2017 „Das Prinzip Putzfrau“

Ob man als Feministin und/oder Linke die Hausarbeit: Putzen, Waschen, Bügeln oder Pflege neben der Lohnarbeit selber macht, jemanden dafür bezahlt bzw. die Arbeit anderen unbezahlt überlässt, wird oft als moralische Frage verhandelt.

Auch im Workshop zum „Prinzip Putzfrau“  haben wir uns letztes Jahr mit diesem Thema befasst und viel  über unterschiedliche Bedürfnisse zur Sauberkeit in WGs und Partner*innenschaften gesprochen und auch über „das schlechte Gewissen“ geredet, wenn die Arbeit liegen bleibt.

Für dieses Jahr schlage ich eine Fortsetzung und Vertiefung vor.

Neben gefühlten und diskutierbaren Gerechtigkeiten hat die ganze Sache mit der Hausarbeit ja nun auch materialistische Gründe: welche Strukturen  machen es überhaupt möglich oder notwendig, Hausarbeiten bezahlt oder unbezahlt an andere abzugeben? Oder sie für andere gegen Geld oder unbezahlt zu übernehmen?

Was waren eigentlich die Forderungen der feministischen Kampagne „Bezahlung für Hausarbeit“ 1972 und warum sind sie in den neuen Dienstleistungsverhältnissen nicht erfüllt? Wie könnten gute Arbeitsbedingungen für Hausarbeit aussehen?

Der Workshop soll eine Mischung aus Überblick über die aktuelle Situation von Putzkräften und Haushaltshilfen (mit Schwerpunkt  auf den neuen Arbeitsmarkt in Deutschland), einen Rückblick auf die Wages for Household Kampagne und queerfeministischer Selbstbefragung zur Arbeitsbelastung sein.

Und natürlich soll genug Zeit sein für eine lösungsorientierte Diskussion zur Abschaffung der Verhältnisse!