Die (sexuelle) Lust in die eigenen Hände nehmen!

Durch einfache Körperübungen im Sitzen, Stehen, Laufen und Liegen wollen wir einen Zugang zu unserer Wahrnehmung gestalten, spüren wie Atmung, Bewegung und Muskelanspannung Einfluss auf unser Körpererleben haben. Wir machen uns auf den Weg um Möglichkeiten zu erproben, sexuelle Erregung und Lustnachzuspüren und unseren Körper intensiver wahrzunehmen – nicht nur im SelfSex & Partner*innensexualitäten. Wir werden keine! sexuellen Übungen in der Gruppe machen. Die Verbindung (zu Sexualität) passiert persönlich in den Übungen. Jede Person entscheidet selbst was angenommen werden möchte. 

Für 10  – 15 Personen

Wenn vorhanden Yogamatten und ein kleines Kissen mitbringen. Bequeme Kleidung und Schreibsachen.

Katrin Lukas (38, Zürich) ich lerne in meiner Ausbildung zur Sexologin an der Hochschule Merseburg und am Institut für Sexualberatung in Uster (Schweiz) sexualtherapeutisches Arbeiten anhand dem Modell Sexocorporel. Der Körper und das sexuelle Erleben und Handeln steht bei diesem Modell im Zentrum.

Näheres zum Inhalt:

Wenn wir über einen Workshop mit dem Thema Sexualität stolpern, denken wir inhaltlich meistens an kognitive und intellektuelle Auseinandersetzungen.  Die Annäherung an das Thema auf diese Weisse ist uns geläufig und weniger fremd.

Dieser Workshop möchte einen anderen Zugang versuchen. Einen Zugang über den Körper. Denn dieser ist beteiligt und irgendwie aktiv in der Sexualität.

Dies soll kein Schritt zurück sein – denn als Frauen* werden wir häufig ausschliesslich über den Körper definiert. Die Auseinandersetzungen  über Selbst- und Fremdbestimmung über Frauen*körper zeigen die Abtreibungsparagraphen  oder andere Gesetze wo über den Frauen*körper bestimmt wird und somit Frauen* an ganz bestimmte Plätze in dieser Gesellschaft verwiesen und ihre Rechte auf Selbstbestimmung eingeschränkt werden. In der Zweigeschlechtlichen  Ordnung werden wir durch unseren Körper als Frau und Mann konstruiert und durch diese Heteronormativität, den herrschenden Sexualpolitiken- bzw. Gesetzen und einem bestimmten sexualpädagogischen  Diskurs lernen wir zu lieben, Beziehungen zu leben und Sex zu haben. Zurück aber nun zum sogenannten „Schritt zurück“, bzw. vorwärts: Den „Kopf“ haben wir uns in langen feministischen Auseinandersetzungen  erkämpft – wir wollen beides: Kopf und unseren Körper und noch mehrWir sehen Sexualität als lebenslangen Prozess. Wie wir Sexualität lernen ist individuell verschieden und von vielen Komponenten abhängig. Diese Komponenten beeinflussen unsere Sexualität. Sexocorporel, ein kanadisches Modell aus den 70er Jahren wird seit Jahren in der Sexualberatung und Therapie angewendet und weiterentwickelt. Es ermöglicht eigenes sexuelles Erleben und Handeln über den Zugang zum Körper

zu gestalten. So kann das subjektive sexuelle Erleben und Handeln ausgehend von Selbstbeobachtungen und Wahrnehmungen bewusst werden.

Das Körper und Hirn eine Einheit bilden und sich gegenseitig beeinflussen, ist ein Grundstein des Modells

Sexocorporel. Körper werden bezeichnet durch und sind gezeichnet von gesellschaftlichen Strukturen und Positionen die wir als Menschen in dieser einnehmen. Von einer (Lohn-) Arbeit der wir nach gehen, welches angeborene oder/und zugeschriebenes Geschlecht wir haben, wo wir aufgewachsen sind, verschiedene Beziehungen die wir führen, sexuelle Aktivitäten die wir leben usw. Der Körper ist also mitunter von

äusseren Umständen gezeichnet und diesen Körper, der in ständiger Veränderung sich befindet, möchten wir uns im Hier und Jetzt etwas annähern.

Wir möchten gerne einen Raum öffnen. Indem es die Möglichkeit gibt für sich zu experimentieren, sich Zeit nehmen um wahrzunehmen und je nach Bedürfnis sich auszutauschen.

Folgende Beobachtungen und Fragen wollen wir nachgehen:

Wie bewegt sich unser Körper? Wie steht unser Körper? Wie liegt er? Welche Körperregionen sind angespannt? Was heisst Muskelanspannung?  Was machen wir beim Sex? Wie bewegen wir uns, wie ist unsere Muskelanspannung  wenn wir sexuell erregt sind und wie geht unsere Atmung?

Es geht im Workshop darum, sich bewusst zu machen, was unser Körper in der Sexualität genau tut, um dass verbalisieren zu können sind kleine Details der Wahrnehmung sehr wichtig. Anhand verschiedener Komponenten möchten wir uns die Fragen stellen, die jede* für sich bearbeitet.

Die Selbstbefriedigung steht in diesem Workshop im Mittelpunkt. Das heisst, dass wir Experimentiermöglichkeiten oder Fragestellungen als Ideen mitgeben, um Lust auf Selbstbeobachtung für zu Hause zu machen.

Wir werden keine! sexuellen Übungen in der Gruppe machen. Die Verbindung zu  individuellen Sexualität passiert persönlich in den Übungen. Jede* entscheidet selbst was  angenommen werden möchte.

Wir denken eine bewusste Wahrnehmung über das individuelle Körperverhalten in der sexuellen Erregung, kann einen Zugang zu Kognitionen und Fantasien bewusster werden lassen. Auch Ängste und Erfahrungen können vielleicht besser eingeordnet werden. Diese Erkenntnisse lassen sich selbst als sexuelles Subjekt entwickeln je nach Wunsch und Lust.